Thomas Manns Novelle „Der Tod in Venedig“

Mit seinem Werk „Der Tod in Venedig“ schuf Thomas Mann eine weltberühmte Novelle, in der es um die Reise eines Dichters in das italienische Venedig, wo er sich in einen polnischen Jungen verliebt. das Werk wurde im Jahre 1911 verfasst und erschien erstmalig im Jahre 1912 in der Literaturzeitschrift „Neue Rundschau“. Der Einzeldruck erfolgte dann ab dem Jahre 1913 durch den S. Fischer Verlag. Im Antiquariat finden sich immer noch viele ältere Ausgaben des Werkes, die als geschätzte Sammlerstücke gehandelt werden.

Der Tod in Venedig – eine Inhaltsübersicht

In fünf Kapiteln erzählt Thomas Mann die Geschichte des weltberühmten deutschen Dichters Gustav Aschenbach. Er ist etwa 50 Jahre alt und seit einigen Jahren verwitwet. Oberste Priorität in seinem Leben stellen Vernunft, Moral und Leistung dar. Als er sich zu einer Erholungsreise nach Venedig entschließt, trifft er dort auf den 14 Jahre alten Jungen Tadzio polnischer Herkunft. Auf den Gefühlsrausch, welcher das Antlitz dieses Knaben in Aschenbach auslöst, ist dieser nicht vorbereitet. Starke Verunsicherung über das Entgegenkommen des Jungen bestimmen fortan die Reise. Letztendlich verstirbt Aschenbach.

Antiquarische Werke

Im gut sortierten Antiquariat finden sich immer noch erste Ausgaben des weltberühmten Klassikers Tod in Venedig von Thomas Mann. Die Werke sind nicht nur sehr seltene Sammlerstücke, sondern haben für ihren Betrachter auch einen hohen ideellen Wert. Sie vermitteln durch ihre Aufmachung, sei es durch Schriftart, Format oder Papierart, einen guten Eindruck über die Gesinnung der Zeit, aus der sie stammen. Das Antiquariat lädt Bücherfreunde und Sammler zum alternativen Stöbern gegenüber der modernen, digitalen Welt ein.

Jane Austen – Stolz und Vorurteil

Der wohl populärste Roman der Schrifstellerin Jane Austen erschien 1813: Stolz und Vorurteil (im Original: „Pride and Prejudice“). Die Handlung von Stolz und Vorurteil spielt ebenfalls in dieser Zeit und behandelt das Leben von Elizabeth Bennet sowie Fitzwilliam Darcy. Austen beschreibt darin vor allem die Irrungen und Verwirrungen welche die Verheiratung der fünf Töchter der Familie Bennet mich sich bringt. Diese befinden sich im Alter von fünfzehn bis zwanzig Jahren und müssen möglichst rasch unter die Haube weil im Falle des Todes des Familienvaters das Erbe an den nächsten männlichen Verwandten fallen würde und die Familie entsprechend mittellos dastünde. Die Anbahnung von Beziehungen verläuft im komplizierten Beziehungsgeflecht der gehobenen Kreise des Londoner Umlands alles andere als einfach, ist sie doch, wie der Romantitel nahelegt, von Stolz und Vorurteil geprägt. Besonders die Verwicklungen, denen sich Elizabeth Bennet aber auch Fitzwilliam Darcy ausgesetzt sehen, machen den besonderen Reiz des Werks von Austen aus. Bezeichnend hierfür ist ein im späteren Verlauf des Romans stattfindender Heiratsantrag, welchen Elizabeth brüsk zurückweist, nachdem ihr Darcy dargelegt hat, dass er sie trotz ihrer Familie, welche er als peinlich empfände, lieben würde und auch über den Standesunterschied großzügig hinweg sehen würde. Das im Stil eines Entwicklungsromans gehaltene Sittengemälde des frühen neunzehnten Jahrhunderts in England ist Austen trefflich gelungen. Als siebtes von acht Kindern eines Pfarrers in Steventon entstammte Jane Austen einer überdurchschnittlich gebildeten und vor allem belesenen Familie. Nachdem sie Zeit ihres Lebens unverheiratet blieb, hatte sie eine unvoreingenommene Außensicht des geschlechtlichen Miteinanders ihrer Zeit in England, welche ihr Roman Stolz und Vorurteil anschaulich wiederspiegelt.

Hermann Hesse – Siddharta

Die Erzählung „Siddharta“ von Hermann Hesse wurde zwischen 1919 und 1922 in Montagnola geschrieben. Hermann Hesse wurde am 02.07.1877 in Calw geboren und feierte bereits mit seinem ersten Klassiker „Peter Camenzind“ Erfolge. Auch anschließend veröffentlichte Hesse noch einige Bücher. 1911 machte er sich dann auf eine vier Monate lange Reise nach Indien, um sich von der Kultur inspirieren zu lassen. Diese Reise veranlasste ihn schließlich zum Schreiben seines Buches „Siddharta“. Doch auch weitere Klassiker veröffentlichte er nach seiner Indienreise. Bekannte Stücke sind „Knulp“, „Demian“ und der bedeutendste Klassiker „Das Glasperlenspiel“. Im Jahr 1946 wurde er hierfür mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. 1955 erhielt er außerdem den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Sieben Jahre später starb Hermann Hesse schließlich im Alter von 85 Jahren.

Ist Siddharta Buddha?

In dem Klassiker „Siddharta“ geht es um den Brahmanensohn Siddharta, der sein Elternhaus verlässt, um sich der Asketenschule der Samanas anzuschließen. Dort will er lernen, seine Bedürfnisse zu unterdrücken. Sein Freund Govinda begleitet ihn auf diese Reise. Die Freunde werden allerdings enttäuscht, da sie erkennen müssen, dass die Erleuchtung nicht durch bloße Willensanstrengung erreicht werden kann. Daher ziehen sie zu dem berühmten Buddha, dem sich Govinda direkt anschließt. Siddharta zieht weiter und lernt die Kurtisane Kamala kennen. Er wird Kaufmann und verfällt der Raffgier, sodass er nach dem Glücksspiel und dem Alkohol süchtig wird. Als er sich schließlich das Leben nehmen will, erlebt er eine Art Wiedergeburt.

Leo N. Tolstoi Anna Karenina – Tolstois Bild der Gesellschaft

Der russische Schriftsteller Leo N. Tolstoi arbeitete von 1873 bis 1877 an seinem Roman Anna Karenina. Dieses Werk gilt heute als Weltklassiker und zählt zur realistischen Literatur des 19. Jahrhunderts. Tolstoi schaffte es in Anna Karenina, mit psychologischer Schärfe, die inneren und äußeren Konflikte seiner Protagonisten detailliert und in einer Art darzustellen, die Leser heute noch zu fesseln vermag.

Tolstoi gelingt es anhand der Literatur ein realistisches Bild seiner Zeitgenossen einzufangen. Der Autor erzählt die Geschichte dreier Familien, in dessen Mittelpunkt die dramatische Liebesgeschichte der Titelheldin Anna Karenina steht. Anna ist die Ehefrau des in der Gesellschaft hoch angesehenen Alexej Alexandrowitsch Karenin, gemeinsam haben die beiden einen Sohn namens Serjosha. Während eines Aufenthalts bei ihrem Bruder, verliebt sich Anna in Wronski. Sie versucht, diese Gefühle gegenüber Alexej und gegenüber sich selbst zu leugnen. Dies gelingt ihr nur bedingt, denn Anna und Wronski treffen sich weiterhin heimlich. Als Wronski mit einem versuchten Selbstmord Annas Herz vollständig gewinnt, reisen die beiden nach Italien. Bei der Rückkehr, erwartet Anna der gesellschaftliche Spott. Sie fällt in eine schwere Depression, die ihr tragisches Ende im Selbstmord der Protagonistin nimmt.

Tolstoi verdeutlicht die Enge der geellschaftlichen Konventionen

Tolstoi beschreibt ähnlich wie in seiner anderen rebellischen Literatur, die gesellschaftlichen Konventionen seiner Epoche. In seiner Literatur verdeutlicht er, wie diese Zwänge, Liebe und sogar Leben zerstören können. Der Autor kann auf einen großen Fundus an Erfahrung zurückgreifen, da er selbst Sohn eines Grafen und einer Fürstin und somit mit den gesellschaftlichen Vorgängen und Zwängen vertraut war – eine Schilderung, die derart fesselt, dass dieses Buch zuletzt im Jahr 2012 mit Keira Knightley und Jude Law  in den Hauptrollen erneut verfilmt wurde.

Der kleine Prinz – Antoine de Saint-Exupéry

Das 1943 in New York erstmals erschienene Buch „Der kleine Prinz“ des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry ist bereits kurz nach seinem Erscheinen zu einem Buchklassiker avanciert. Antoine de Saint-Exupéry, ein damals bekannter Kampfflieger war zuvor bereits als Autor in Erscheinung getreten und begeisterte seine Leser durch seinen prägnanten und klaren Sprachstil. Mit dem Erscheinen des kleinen Prinzen änderte sich dies jedoch schlagartig. Die Kritik an dem Buchklassiker war zu Beginn enorm und die weltweite Akzeptanz als Buchklassiker ließ auf sich warten.

Der Kleine Prinz handelt von einem in der Wüste abgestürzten Flieger, welcher dort auf den kleinen Prinzen trifft. Dieser erzählt von einem entfernten Asteroiden zu kommen und berichtet von seinen Besuchen auf verschiedenen Planeten. Am Ende des Buches möchte der kleine Prinz auf seinen Asteroiden zurück kehren, muss dafür jedoch seinen Körper zurücklassen. Daher lässt er sich von einer Giftschlange beissen und verschwindet daraufhin. Der Erzähler kehrt in die normale Welt zurück.

Buchklassiker und zeitlose Gesellschaftskritik

Der Ton ist stets nachdenklich und dieser Buchklassiker scheint eine Allegorie auf die vorherrschenden Kriegszustände der Zeit zu sein. Gerade in den Gesprächen des kleinen Prinzen mit den verschiedenen Tieren spiegelt sich die Ablehnung der Erwachsenenwelt deutlich wieder.

Das Buch wird oftmals als Kritik von Antoine de Saint-Exupéry an der Erwachsenenwelt und der Zentrierung auf Unwichtiges verstanden. Die darin anklingende Kapitalismuskritik traf und trifft immer noch den Nerv der Zeit, so dass „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry heute immer noch zu den Buchklassikern gehört.