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Antiquitäten gelten dann als solche, wenn sie ein gewisses Alter überschritten haben. In der Regel liegt dieses bei etwa 40-50 Jahren.
Bücher Antiquitäten können, müssen aber nicht besonders alt sein
Bei Büchern ist dies indes schwieriger als etwa bei Teppichen, da ein Buch mit Ausnahme von Handschriften meist kein Original ist. Bücher können deshalb bereits den Status einer Antiquität haben, wenn sie auf dem Markt nicht mehr erhältlich sind. Ein illustres Beispiel hierfür bilden etwa Comic-Hefte, die in kleiner Auflage gedruckt werden und nach einigen Jahren einen gewissen Kultstatus erreichen. Die steigende Nachfrage unter den Sammlern führt nun dazu, dass die Bücher oder Hefte vermehrt in Antiquariaten zu finden sind und immer höhere Preise erzielen, was sie in gewissem Sinne zu Antiquitäten macht, ohne dass das eigentlich erforderliche Alter dazu erreicht wäre.
Was im Buchhandel nicht mehr verfügbar ist, kann fast schon als Buch Antiquität gehandelt werden
Im Grunde ist ein Buch ab dann als Antiquität zu betrachten, wenn es im normalen Handel nicht mehr erhältlich ist und eine gewisse Nachfrage nach der Originalausgabe besteht. Im ursprünglichen Sinne ist ein antikes Buch natürlich ein altes Buch, wobei zu beachten ist, dass nicht jedem alten Buch der Status einer wirklichen Antiquität zuzusprechen ist. In Antiquariaten finden sich meist sehr gefragte, sehr alte oder sehr originelle Bücher.
Wer sich für wertvolle und alte Bücher interessiert wird nicht umherkommen, den Blick in das ein oder andere Antiquariat zu werfen und dabei darauf zu hoffen, einen lang ersehnten Schatz finden zu können. Doch wie lassen sich überhaupt gute Antiquariate finden und was zeichnet ein qualitativ hochwertiges Antiquariat aus?
Gute Antiquariate werden alten Büchern und Käufer gerecht
Die allgemeine Suche nach Antiquariaten ist in Zeiten des Internets nicht schwierig. Musste man früher vor allem in der eigenen Umgebung nach antiquierten Büchern recherchieren, lässt sich dies heute bequem am eigenen Rechner machen. Die meisten Händler sind dort längst mit ihrem Besitz vertreten und ermöglichen auch den An- und Verkauf über das Medium Internet. Bereits hier lässt sich schon erkennen, ob ein Antiquariat lediglich seine Gewinnspanne nach oben treiben möchte oder ein echtes Interesse daran hat, wertvolle und antiquierte Objekte sachgerecht zu präsentieren. Je ausführlicher ein Produkt dargestellt und detailliert präsentiert wird, umso mehr liegt dem Antiquariat auch der Kunde am Herzen und umso stärker dürfte man sich dort auch über ihr Interesse freuen.
Bei einem Gespräch mit einem guten Antiquariat – sei es persönlich vor Ort oder per Telefon mit einem entfernen Händler – sollte man stets das Gefühl haben, mehr mit einem Fachmann als mit einem Kaufmann zu kommunizieren. Antiquitätenhändler der besseren Sorte haben ein großes Interesse daran, ihre wertvolle Objekte in Hände weiterzugeben, die auch etwas mit dem Wert des Erstandenen anfangen können. Reine Geschäftemacherei wird in einem guten Antiquariat nicht zu finden sein.
Oft findet man auf dem Speicher, im Keller oder im Nachlass der Großeltern alte Bücher, von denen man nicht weiß, ob sie wertvolle Antiquitäten sind oder nicht. Hilfreich ist es dann, einen Experten zu Rate zu ziehen, ehe man die womöglich kostbaren Bücher dem Müll übergibt oder auf dem Flohmarkt verramscht.
Den Bücherschätzservice gibt es nicht, in Antiquariaten wird aber gerne geholfen
Einen ausgemachten Bücherschätzservice gibt es nicht; wohl aber gibt es verschiedene Anlaufstellen, bei denen man alte Bücher auf ihren Wert hin taxieren lassen kann: Alte Kunstbücher etwa werden in vielen Kunstmuseen oder Galerien auf ihren Wert geschätzt. Für Bücher aus den Zeiten der beiden Weltkriege gibt es eine Vielzahl von Militaria-Läden, die solche Bücher an- und verkaufen, wobei man stets im Gedächtnis haben sollte, dass die Betreiber solcher Läden vorrangig auf ihren geschäftlichen Vorteil aus sind und das Buch eher zu einem zu niedrigen Preis ankaufen werden.
Eine gute Anlaufstelle zum Schätzen alter Bücher ist ohne Zweifel ein Antiquariat. In guten Antiquariaten vermählen sich kommerzielle Notwendigkeiten mit Liebhaberei, so dass der Kunde nicht damit rechnen muss, über den Tisch gezogen zu werden. Dazu sind Antiquare meist mit Büchern aller Epochen vertraut und wissen um Marktwert oder Seltenheit der Bücher. Sie können zudem den Erhaltungszustand gut einschätzen und helfen gegebenenfalls beim Verkauf.
Auch wenn es viele Personen gar nicht wissen, befindet sich möglicherweise auf ihrem Dachboden oder in der alten Bibliothek manches Buch, welches einen wahren Schatz darstellt und im Laufe der Jahre eine massive Wertsteigerung erfahren hat. Nicht immer ist man als Laie in der Lage, solche Bücherschätze zu erkennen, doch mit einem geschulten Blick kann Ihnen mancher Fachmann an dieser Stelle weiterhelfen.
Wertvolles Objekt oder einfach nur altes Buch?
Ein wesentlicher Ansprechpartner für die Untersuchung eines Buches sind die Antiquariate, wobei es in vielen größeren Städten Antiquariate gibt, die sich auf den An- und Verkauf von Büchern und anderen Druckerzeugnissen spezialisiert haben. Hat man selbst das Gefühl, im eigenen Bücherregal ein besonderes Schmuckstück zu besitzen, sollte man nicht lange zögern, dieses unverbindlich einem solchen Antiquariat vorzulegen. Dieser kann oftmals schon nach wenigen Sekunden erkennen, ob sich das mitgebrachte Werk wirklich um ein wertvolles Objekt handelt oder ob lediglich der ideelle Wert für ein Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte altes Buch groß ist.
Jeder könnten einen Bücherschatz bei sich zu Hause haben
Sollte es sich bei dem Werk um etwas Wertvolles handeln, kann Ihnen das Antiquariat auch einen aktuellen Preis nennen, den Sie für das Buch erzielen können. Orientiert wird sich hierbei durch große Kataloge, die regelmäßig erneuert werden und dabei aktuelle Wertsteigerungen von Tausenden von Büchern mit einbeziehen. Da verschiedene Kataloge frei verkäuflich sind oder in Auszügen im Internet stehen, kann man auch selbst vorab recherchieren und auf eigene Faust herausfinden, ob man möglicherweise einen wahren Bücherschatz bei sich stehen hat.
Inkunabel ist die Bezeichnung für Druckwerke, die in der Frühzeit des Buchdrucks entstanden sind. Abgeleitet wird der Begriff von den lateinischen Substantiven incunabula (= Windeln) und cunae (= Wiege). Inkunabeln sind mit beweglichen Lettern gedruckte Schriften, die vor dem 31. Dezember 1500 hergestellt wurden. Der Buchdruck wurde erst nach dieser Zeit mit neuen Techniken und Herstellungsverfahren weiter entwickelt und daher auch der metaphorische Begriff Inkunabel für alte Schriften, die zu Zeiten entstanden sind als der Buchdruck noch in den Windeln lag. Ein Synonym dafür ist demnach auch das Wort Wiegendruck.
Inkunabeln – der Anfang des modernen Buchdrucks
Das Wort Inkunabel wird vor allem in Fachkreisen der Buchwissenschaft und in der Inkunabelforschung verwendet. Durch die Weiterentwicklung des damaligen Buchdrucks wurde ein schnelleres und effektiveres Drucken möglich. Zuvor wurden Bücher und andere Schriften nur von Hand geschrieben. Dennoch waren Bücher zur damaligen Zeit noch keine Massenware, sondern wurden mühevoll in Handarbeit angefertigt. Verlegt wurden auch damals schon Schriften mit unterschiedlichen Inhalten. So wurden Bibeln und fromme Schriften, aber auch Kräuter- und Medizinbücher oder regionale Texte gedruckt. Inkunabeln werden bibliothekarisch gesondert verwaltet und in Inkunabelkatalogen aufgelistet. Besonders große Inkunabelbestände haben die Württembergische Landesbibliothek Stuttgart und die Bayerische Staatsbibliothek München. Die berühmteste Inkunabel ist die Gutenberg-Bibel.
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