Jane Austen – Stolz und Vorurteil

Der wohl populärste Roman der Schrifstellerin Jane Austen erschien 1813: Stolz und Vorurteil (im Original: „Pride and Prejudice“). Die Handlung von Stolz und Vorurteil spielt ebenfalls in dieser Zeit und behandelt das Leben von Elizabeth Bennet sowie Fitzwilliam Darcy. Austen beschreibt darin vor allem die Irrungen und Verwirrungen welche die Verheiratung der fünf Töchter der Familie Bennet mich sich bringt. Diese befinden sich im Alter von fünfzehn bis zwanzig Jahren und müssen möglichst rasch unter die Haube weil im Falle des Todes des Familienvaters das Erbe an den nächsten männlichen Verwandten fallen würde und die Familie entsprechend mittellos dastünde. Die Anbahnung von Beziehungen verläuft im komplizierten Beziehungsgeflecht der gehobenen Kreise des Londoner Umlands alles andere als einfach, ist sie doch, wie der Romantitel nahelegt, von Stolz und Vorurteil geprägt. Besonders die Verwicklungen, denen sich Elizabeth Bennet aber auch Fitzwilliam Darcy ausgesetzt sehen, machen den besonderen Reiz des Werks von Austen aus. Bezeichnend hierfür ist ein im späteren Verlauf des Romans stattfindender Heiratsantrag, welchen Elizabeth brüsk zurückweist, nachdem ihr Darcy dargelegt hat, dass er sie trotz ihrer Familie, welche er als peinlich empfände, lieben würde und auch über den Standesunterschied großzügig hinweg sehen würde. Das im Stil eines Entwicklungsromans gehaltene Sittengemälde des frühen neunzehnten Jahrhunderts in England ist Austen trefflich gelungen. Als siebtes von acht Kindern eines Pfarrers in Steventon entstammte Jane Austen einer überdurchschnittlich gebildeten und vor allem belesenen Familie. Nachdem sie Zeit ihres Lebens unverheiratet blieb, hatte sie eine unvoreingenommene Außensicht des geschlechtlichen Miteinanders ihrer Zeit in England, welche ihr Roman Stolz und Vorurteil anschaulich wiederspiegelt.

Der kleine Prinz – Antoine de Saint-Exupéry

Das 1943 in New York erstmals erschienene Buch „Der kleine Prinz“ des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry ist bereits kurz nach seinem Erscheinen zu einem Buchklassiker avanciert. Antoine de Saint-Exupéry, ein damals bekannter Kampfflieger war zuvor bereits als Autor in Erscheinung getreten und begeisterte seine Leser durch seinen prägnanten und klaren Sprachstil. Mit dem Erscheinen des kleinen Prinzen änderte sich dies jedoch schlagartig. Die Kritik an dem Buchklassiker war zu Beginn enorm und die weltweite Akzeptanz als Buchklassiker ließ auf sich warten.

Der Kleine Prinz handelt von einem in der Wüste abgestürzten Flieger, welcher dort auf den kleinen Prinzen trifft. Dieser erzählt von einem entfernten Asteroiden zu kommen und berichtet von seinen Besuchen auf verschiedenen Planeten. Am Ende des Buches möchte der kleine Prinz auf seinen Asteroiden zurück kehren, muss dafür jedoch seinen Körper zurücklassen. Daher lässt er sich von einer Giftschlange beissen und verschwindet daraufhin. Der Erzähler kehrt in die normale Welt zurück.

Buchklassiker und zeitlose Gesellschaftskritik

Der Ton ist stets nachdenklich und dieser Buchklassiker scheint eine Allegorie auf die vorherrschenden Kriegszustände der Zeit zu sein. Gerade in den Gesprächen des kleinen Prinzen mit den verschiedenen Tieren spiegelt sich die Ablehnung der Erwachsenenwelt deutlich wieder.

Das Buch wird oftmals als Kritik von Antoine de Saint-Exupéry an der Erwachsenenwelt und der Zentrierung auf Unwichtiges verstanden. Die darin anklingende Kapitalismuskritik traf und trifft immer noch den Nerv der Zeit, so dass „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry heute immer noch zu den Buchklassikern gehört.

Gabriel Garcia Márquez – Hundert Jahre Einsamkeit

Meistgelesene Bücher und ein Klassiker der Literatur : Hundert Jahre Einsamkeit von Gabriel Garcia Márquez

Meistgelesene Bücher sind meist Bestseller und es ist nur wenigen Autoren vorbehalten, sich in zu dieser ruhmreichen Liste, gesellen zu dürfen. Einer dieser wenigen Protagonisten ist zweifelsohne der kolumbianische Autor Gabriel Garcia Márquez. Mit seinem Roman „Hundert Jahre Einsamkeit“, ist Márquez ist einer der erfolgreichsten Autoren der Gegenwart. Im Jahre 1982 erhielt Márquez sogar den Nobelpreis für Literatur. Das Buch wurde erstmals im Jahre 1967 in Buenos Aires veröffentlicht und wurde bis zum heutigen Tag über 30 Millionen Mal verkauft. In der Kategorie „meistgelesene Bücher“, liegt der Roman von Márquez daher weit vorne. Um zur Kategorie „meistgelesene Bücher“, zu gehören, muss ein Buch inhaltlich etwas außergewöhnliches bieten.

Gabriel Garcia Márquez fordert und fesselt seine Leser

Inhaltlich befasst sich eines der meistgelesene Bücher, mit den sechs Generationen der Familie Buendia. Diese lebt schon seit jeher in der fiktiven und irrealen Welt von Macondo. Eine chronologische Handlung ist dabei von Anfang an kaum erkennbar, viel mehr erscheinen die Geschichten der einzelnen Hauptdarsteller „kreuz und quer“, durch alle fiktiven Zeitepochen. Jedoch wird von Anfang an die Fantasie der Leser angeregt und es ist schwer sich bereits am Anfang der Welt von Márquez zu entziehen. Einige Literaturkritiker und Analysten bemerkten später aber, dass eine Chronologie in der Handlung, mit Ausnahme des Auftaktkapitels sehr wohl vorhanden ist. Definitiv ist ein religiöser Inhalt von Anfang bis Ende gegeben. Der Roman zieht den Leser in seinen Bann und alle Geschichten sind spannend und fantasievoll erzählt – nicht zuletzt deshalb wohl findet sich Márquez mit seinem Werk noch heute in der Kategorie meistgelesene Bücher, mit an der Spitze.