Hermann Hesse – Siddharta

Die Erzählung „Siddharta“ von Hermann Hesse wurde zwischen 1919 und 1922 in Montagnola geschrieben. Hermann Hesse wurde am 02.07.1877 in Calw geboren und feierte bereits mit seinem ersten Klassiker „Peter Camenzind“ Erfolge. Auch anschließend veröffentlichte Hesse noch einige Bücher. 1911 machte er sich dann auf eine vier Monate lange Reise nach Indien, um sich von der Kultur inspirieren zu lassen. Diese Reise veranlasste ihn schließlich zum Schreiben seines Buches „Siddharta“. Doch auch weitere Klassiker veröffentlichte er nach seiner Indienreise. Bekannte Stücke sind „Knulp“, „Demian“ und der bedeutendste Klassiker „Das Glasperlenspiel“. Im Jahr 1946 wurde er hierfür mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. 1955 erhielt er außerdem den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Sieben Jahre später starb Hermann Hesse schließlich im Alter von 85 Jahren.

Ist Siddharta Buddha?

In dem Klassiker „Siddharta“ geht es um den Brahmanensohn Siddharta, der sein Elternhaus verlässt, um sich der Asketenschule der Samanas anzuschließen. Dort will er lernen, seine Bedürfnisse zu unterdrücken. Sein Freund Govinda begleitet ihn auf diese Reise. Die Freunde werden allerdings enttäuscht, da sie erkennen müssen, dass die Erleuchtung nicht durch bloße Willensanstrengung erreicht werden kann. Daher ziehen sie zu dem berühmten Buddha, dem sich Govinda direkt anschließt. Siddharta zieht weiter und lernt die Kurtisane Kamala kennen. Er wird Kaufmann und verfällt der Raffgier, sodass er nach dem Glücksspiel und dem Alkohol süchtig wird. Als er sich schließlich das Leben nehmen will, erlebt er eine Art Wiedergeburt.

Leo N. Tolstoi Anna Karenina – Tolstois Bild der Gesellschaft

Der russische Schriftsteller Leo N. Tolstoi arbeitete von 1873 bis 1877 an seinem Roman Anna Karenina. Dieses Werk gilt heute als Weltklassiker und zählt zur realistischen Literatur des 19. Jahrhunderts. Tolstoi schaffte es in Anna Karenina, mit psychologischer Schärfe, die inneren und äußeren Konflikte seiner Protagonisten detailliert und in einer Art darzustellen, die Leser heute noch zu fesseln vermag.

Tolstoi gelingt es anhand der Literatur ein realistisches Bild seiner Zeitgenossen einzufangen. Der Autor erzählt die Geschichte dreier Familien, in dessen Mittelpunkt die dramatische Liebesgeschichte der Titelheldin Anna Karenina steht. Anna ist die Ehefrau des in der Gesellschaft hoch angesehenen Alexej Alexandrowitsch Karenin, gemeinsam haben die beiden einen Sohn namens Serjosha. Während eines Aufenthalts bei ihrem Bruder, verliebt sich Anna in Wronski. Sie versucht, diese Gefühle gegenüber Alexej und gegenüber sich selbst zu leugnen. Dies gelingt ihr nur bedingt, denn Anna und Wronski treffen sich weiterhin heimlich. Als Wronski mit einem versuchten Selbstmord Annas Herz vollständig gewinnt, reisen die beiden nach Italien. Bei der Rückkehr, erwartet Anna der gesellschaftliche Spott. Sie fällt in eine schwere Depression, die ihr tragisches Ende im Selbstmord der Protagonistin nimmt.

Tolstoi verdeutlicht die Enge der geellschaftlichen Konventionen

Tolstoi beschreibt ähnlich wie in seiner anderen rebellischen Literatur, die gesellschaftlichen Konventionen seiner Epoche. In seiner Literatur verdeutlicht er, wie diese Zwänge, Liebe und sogar Leben zerstören können. Der Autor kann auf einen großen Fundus an Erfahrung zurückgreifen, da er selbst Sohn eines Grafen und einer Fürstin und somit mit den gesellschaftlichen Vorgängen und Zwängen vertraut war – eine Schilderung, die derart fesselt, dass dieses Buch zuletzt im Jahr 2012 mit Keira Knightley und Jude Law  in den Hauptrollen erneut verfilmt wurde.

Der Triumph des 19. Jahrhunderts von Jules Verne – eine wertvolle Buch Antiquität

Der Triumph des 19. Jahrhunderts ist ein Werk von Jules Verne, in welchem sich der Autor vornehmlich mit den geografischen Entdeckungen des beschriebenen Jahrhunderts auseinandersetzt. Das Buch erschien 1880 in zwei Bänden und ist heute eine wertvolle Buch Antiquität.

Kulturelle und geographische Entdeckungen

Neben den geografischen Entdeckungen befasst sich Jules Verne im Triumph des neunzehnten Jahrhunderts mit kulturellen Entdeckungen wie der Entzifferung der babylonischen Keilschrift und der altägyptischen Hieroglyphen. Von großer Wichtigkeit sind Jules Verne auch die erstmals in Europa bekanntgewordenen Lebensweisen der amerikanischen Urbevölkerung. Der Autor beschreibt neben den Entdeckungen des neunzehnten Jahrhunderts auch wichtige Erkenntnisse aus dem ausgehenden achtzehnten Jahrhundert. Das gilt besonders für wissenschaftliche und geographische Erkenntnisse, deren vollständige Entschlüsselung erst im neunzehnten Jahrhundert gelang.

Seltene und wertvolle Buch Antiquität

Der Triumph des 19. Jahrhunderts ist nicht nur eine heute seltene und wertvolle Buch Antiquität, sondern zugleich eine unterhaltsame Beschreibung der während des ausgehenden achtzehnten und während des neunzehnten Jahrhunderts gesammelten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Da der Autor besonderen Wert auf das erweiterte geografische Wissen der beschriebenen Zeit legt, liest sich die Buch Antiquität in weiten Teilen wie ein Reiseroman. Des Weiteren liefert Jules Verne einen nahezu vollständigen Überblick über die ethnologischen und sprachwissenschaftlichen Forschungen des neunzehnten Jahrhunderts.

 

Gerhart Hauptmanns Gesamtwerk zum achtzigsten Geburtstag

Gerhart Hauptmann ist ein deutscher Nobelpreisträger, er erhielt 1912 den Nobelpreis für Literatur. Zu seinem achtzigsten Geburtstag erschien im Jahr 1942 eine Ausgabe seiner gesammelten Werke. Der Schriftsteller erlebte die Auflage der Jubiläumsausgabe, er verstarb 1946.

Umfangreiches Gesamtwerk

Nach der Herausgabe der gesammelten Werke veröffentlichte Gerhart Hauptmann mit der Atriden-Tetralogie ein weiteres umfangreiches Werk. Der Durchbruch als Schriftsteller gelang Gerhart Hoffmann 1889 mit dem sozialkritischen Theaterstück „Vor Sonnenaufgang“. Ein weiteres bekanntes Werk des Schriftstellers ist „Der Schuss im Park“, welches während der NS-Herrschaft verpönt war, da der Autor bewusst eine dunkelhäutige Person auftreten ließ.

Die gesammelten Werke zum achtzigsten Geburtstag von Gerhart Hauptmann sind heute eine bedeutende Buchantiquität. Die Gesamtausgabe der Werke des Dichters umfasst siebzehn Bände und ist in Antiquariaten erhältlich. Besonders wertvoll ist die Buchantiquität, wenn Erwerber alle Bände gemeinsam erwerben.

Einzigartiges Dokument deutscher Literaturgeschichte

In diesem Fall erhalten sie ein wertvolles Dokument der deutschen Literaturgeschichte mit den bekannten und den weniger bekannten Werken Hauptmanns. Auch wenn sich in einigen Antiquariaten und auf Flohmärkten einzelne Bände der gesammelten Werke Gerhart Hauptmanns finden lassen, ist nur die Gesamtausgabe in siebzehn Bänden als wertvolle und außergewöhnliche Buchantiquität zu bewerten.

Codex Leicester von Leonardo da Vinci

Der Codex Leicester ist eine zwischen 1506 und 1513 entstandene Sammlung wissenschaftlicher Aufzeichnungen des Leonardo da Vinci und wurde nach Thomas Coke, Earl von Leicester benannt, der diese 1717 erwarb. Der Codex, von da Vinci persönlich zusammengestellt, hat nicht die Form einer durchgehenden Schrift, sondern ist eine Sammlung von Leonardo da Vincis Beobachtungen und Theorien zu Astronomie, Himmelskörpern, den Eigenschaften von Wasser, Gestein und Luft sowie des himmlischen Lichts und ermöglicht dem Betrachter eine seltene Einsicht in die Gedankenwelt des Künstlers, Wissenschaftlers und Denkers. Er verdeutlicht die enge Verbindung von Kunst und Wissenschaft und die Kreativität von wissenschaftlichen Vorgängen.

Bill Gates erwarb 1994 die Handschriften Leonardo da Vincis für 30,8 Mio. US-Dollar

Das Werk wurde von Leonardo da Vinci auf Italienisch von Hand geschrieben, indem er seine charakteristische Spiegelschrift benutzte und beinhaltet vielzählige Zeichnungen und Diagramme. Der Codex Leicester besteht aus 18 Blättern, die in der Mitte gefaltet und beidseitig beschrieben und dann nach und nach zusammengefaltet wurden, bis sie ein Heft ergaben, so dass ein insgesamt 72 Seiten umfassendes Dokument entstand. Während die Seiten ursprünglich zusammengebunden waren, werden sie nun in getrenntem Zustand ausgestellt. 1994 wurde der Codex für 30,8 Millionen US-Dollar von Bill Gates gekauft, der ihn jedes Jahr in einer anderen Stadt weltweit ausstellen lässt und ist somit die einzige noch vorhandene Schrift Leonardo da Vincis in Privatbesitz. Der eingescannte Codex ist auf CD-Rom erhältlich.