Emblemata

Als Emblemata wird in der Buchkunst eine Darstellungsweise und Kombination von Bild und Schrift verstanden, die in modernen Werken nur noch selten zu finden ist. Vor allem in der Belletristik früherer Jahrhunderte fanden sich Emblemata, die die dargestellte und durch den Text beschriebene Handlung noch einmal durch eine Bebilderung ergänzen sollte. Dies sollte jedoch nicht auf die einfache Weise eines Bilddrucks geschehen, der die Handlung in identischer Weise darstellte.

Emblemata gibt es nicht mehr? Oder nennen wir sie nur anders?

Vielmehr enthielten die Embleme zusätzliche Informationen und Besonderheiten, die so nicht im Text erkennbar waren oder dem Geschriebenen eine zusätzliche Bedeutungsebene verleihen konnte. In dieser Hinsicht waren Wort und Bild viel stärker eine Einheit als in heutigen Büchern und nahezu gleichberechtigt in der Weise der Darstellung und Erzählung.

Bekannte Formen von Emblemen früherer Jahrhunderte liegen auch als Kupferstiche oder Holzschnitte vor und bringen durch kurze Sinnsprüche mit einem zugehörigen Bild den Betrachter zum Nachdenken und bisweilen auch zum Schmunzeln. Heute lassen sich in der modernen Literatur kaum mehr Emblemata finden, jedoch sind Embleme nicht gänzlich aus unserem Alltag verschwunden. Wappen von Vereinen und Clubs können ebenso wie die Logos moderner Firmen als solche angesehen werden.