Holzschnitt – Holzdruck

Zum Holzschnitt wurden bevorzugt feingemaserte Hölzer verwendet, da auf diesen besonders detailreiche Motive möglich sind. Für einfachere Motive eignen sich Eiche oder Linde, da diese leichter zu schneiden sind. Früher wurden dann entweder Motive direkt auf das Holz gezeichnet oder mit Hilfe eines Kohlepapieres übetragen. Anschließend wurden mit verschiedenen Schnittwerkzeugen wie z.B. dem Linienmesser, der Grabstichel, dem Geißfuß oder mit dem Hohleisen die Motive „ausgeschnitten“. Je detailreicher ein Motiv war, desto tiefer musste ins Holz geschnitten werden um die feinen Details heraus zu arbeiten.

Auf den fertigen Holzschnitt wird dünne Farbschicht für den folgenden Holzdruck aufgetragen

Auf diese Vorarbeiten folgte der Druckprozess. Hierfür wurde unter Verwendung einer Rolle eine dünne Farbschicht auf das Holz übertragen. Das Holz war nun bereit und konnte auf das Papier gesetzt werden. Mit einer Presse oder einem Reibewerkzeug wurde nun die Farbe auf dem Holz auf das Papier übetragen- die Motive waren durch die Schnitte nun sichtbar. Je nach Region oder Land kamen für den Holzschnitt unterschiedliche Farben zur Verwendung. Besonders im 16. Jahrhundert wurde diese Art des Holz-Druckes angewandt. Der Holzdruck wird heute vornehmlich bei Künstlern und in der Kunsterziehung als Bild-Darstellungsform genutzt.