Portolan

Ein Portolan ist ein Buch, das in Zeiten in denen niemand ahnte, dass Satelliten-Navigation möglich sein könnte, zur Seefahrt genutzt. In diesen erstmals im 13. Jahrhundert benutzten See-Karten befinden sich Beschreibungen über gegebene Erkennungsmerkmale an Küsten wie Leuchttürme, Hafen und Küstenseezeichen. Diese Art der Orientierung war zur damaligen Zeit unerlässlich, eine Fahrt ohne eine Portolan-Karte also nahezu unmöglich. Das Wort Portolan entstammt dem Lateinischen „portus“, der Hafen.

Portolan – die erste globale Seekarte

Über die Jahrhunderte und aufgrund der Weiterentwicklung der Forschung entstanden verschiedene Karten der Weltmeere. Diese wurden nach und nach in verschiedene Portolan aufgenommen. Man plante seine Reisen damals in einem Portolan, in denen zum Beispiel auch Gefahren wie Strömungen eingezeichnet waren. Mit Zirkel und anderem nautischen Gerätwurden Routen errechnet die es einzuhalten galt. Der Unterschied zwischen einer modernen Seekarte und einer der antiken Portolankarten ist, dass ein Portolan nicht zwangsläufig nach Norden ausgerichtet war.

Einige Portolan Beispiele hat die University of Minnesota netterweise digitalisiert und hier veröffentlicht.