Altpapier oder wertvolle Schätze – Zeitschriften Antiquariat

Der Leser und Buchliebhaber findet im Antiquariat alte und gebrauchte Bücher, als auch Zeitschriften, Graphiken, Landkarten und vieles mehr. Parallel zum klassischen Antiquariat hat sich das so genannte moderne Antiquariat entwickelt, in dem vor allem Mängelware und Remittenden angeboten werden. Der Reiz des klassischen Antiquariats liegt vor allem in der Möglichkeit längst vergriffene Bücher doch noch aufzutun.

Dabei kann es sich um Werke handeln, die erst wenige Jahre alt sind, oder deren letzte Auflage vor Jahrzehnten gedruckt wurde. Ist die Nachfrage nach dem gesuchten Buch hoch, sei es aus der Sparte Belletristik oder Wissenschaft, ist das Werk in der Regel nicht zum Schnäppchenpreis zu haben. Gleiches gilt auch für Bücher, die als Antiquitäten einzustufen sind. Erstausgaben von Karl May oder Sir Walter Scott in kunstvollem Einband und altdeutscher Schrift sind Liebhaber- und Sammlerstücke. Auf Schmuckbände trifft dies genauso zu.

Zeitschriften Antiquariat – mehr als nur Stöbern und häufig günstiger als im Auktionshaus

Natürlich ist das Antiquariat auch Stöberstätte für Leseratten, denn dort finden sich sogar im Hardcover preiswert Werke von Simmel, Konsalik und Shellabargar. Das alte Buch besticht zusätzlich durch das Coverdesign, welches ein kleines Zeitzeugnis ablegt. Oft ist das Zeitschriften Antiquariat sogar die einzige Möglichkeit einen Fachartikel aus einer Zeitschrift zu ergattern, oder Material für Archiv oder Regionalforschung aufzutun. Die ganz großen Schätze findet man sicher eher im Auktionshaus, doch kleine Schätze allemal im Antiquariat. Wer das Stöbern liebt, kommt jedenfalls auf seine Kosten. Nur wer Altpapier sucht, geht besser nicht ins Antiquariat.

Eisengallustinte damit schrieben bereits die Alten Römer

Die Eisengallustinte gilt noch heute als dokumentenecht und wird bereits – erstaunlicher Weise – seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. verwendet. Wobei die schwarzfarbige, etwas dickflüssige Tinte weniger für den modernen Füller geeignet ist, aber hervorragende Schreibergebnisse mit der traditionellen Tintenfeder ermöglicht.

Eisengallustinte – eine Alte Rezeptur

Die alte Rezeptur der Eisengallustinte, die immerhin als zweitälteste Tinte der Welt gilt, beschreibt eine ausgewogene Zusammensetzung von Eisensulfat, getrockneten und zerstampfte Galläpfel der Eiche, den Pflanzensaft von Akazien (Bindemittel) und entsprechend der gewünschten Tintenverdünnung noch herkömmliches Wasser.

Wird mit der schwarzen Eisengallustinte anschließend Papier beschriftet, sind die entstandenen Schriftzüge weitgehend für immer existent. Ein Beweis für die Behauptung: Eisengallustinte – damit schrieben bereits die alten Römer. Selbst stark verblasste, altertümliche Schriften können wiederum mit einem sorgfältigen Gemisch aus Gelbkali und Salzsäure gut sichtbar gemacht werden. Eine Restaurationsform, die besonders bei alten, handgeschriebenen Büchern gerne angewandt wird. Zumal diese Bücher oftmals einen unermesslichen Wert darstellen.

Alte Schriften

Gerade in besonders gut sortierten Antiquariaten ist es auch heute noch möglich, handschriftlich mit Eisengallustinte verfasste Bücher zu erwerben. Natürlich ist der Preis nicht für jedermann immer erschwinglich. Doch allein schon das Anschauen solcher Bücher stellt einen Bezug zu alten Kulturen und Lebensformen für den Betrachter dar.

Übrigens: Noch heute verwenden die Edelmarken der Füllfederhalterhersteller „Montblanc“ und „Lamy“ für einige ihrer Produkte eine moderne Zusammensetzungsrezeptur der einstigen Eisengallustinte. Ebenfalls wird diese geschichtsträchtige Tinte auch oftmals im Chemieunterricht der Gymnasien in kleinen Versuchsmengen hergestellt.

Wer es ein bisschen einfacher und günstiger mag, kann auch einfach bei Manufactum ein Tintenglas mit Eisengallustinte bestellen, mit rund 10 Euro kein totales Schnäppchen, aber dafür extrem stilecht.

Antiquariat oder Buchhandelung, welche Bücher finden sich wo?

Was kann man machen, wenn man ein Buch sucht, das nicht mehr aufgelegt wird? Ganz einfach – man schaut im Antiquariat. Ob Roman, Lyrikband, Fach- oder Sachbuch, ob auf Deutsch oder in einer Fremdsprache, es gibt nichts, was es nicht in Antiquariaten gäbe. Zwar könnte man theoretisch in jedem Antiquariat jeden Titel finden, aber tatsächlich haben sich viele Antiquariate auf eine gewisse Richtung, vielleicht entsprechend den Vorlieben des Betreibers, spezialisiert. Die einen fokussieren vielleicht auf historische Reiseliteratur (Apodemik), die anderen auf das Thema „Asien“, je nachdem.

Alte Bücher finden sich mit Hilfe des Zentralen Verzeichnis antiquarischer Bücher

In den Zeiten des Internets muss man auch nicht mehr verschiedene Antiquariate auf der Suche nach einem bestimmten Titel abklappern. Es gibt das ZVAB – das zentrale Verzeichnis antiquarischer Bücher. Wer unter dieser Adresse seinen gewünschten Buchtitel und den Namen des Autors eingibt, erhält eine Auflistung sämtlicher Anbieter mit Preisangabe und Angabe über den Zustand des Buches, bei denen man dann auch direkt bestellen kann.

Neuerscheinungen, aktuelle Bestseller, aber auch Klassiker, kurz gesagt, jedes Buch, das im Moment aufgelegt wird, findet man im Buchhandel. Je größer die Buchhandlung, desto größer auch das Angebot an vorhandenen Büchern, andererseits schätzen viele Menschen gerade die persönliche Beratung und das kleine, aber oft feine Angebot in kleineren Läden. Eigentlich jede – auch noch so kleine Buchhandlung kann über den allgemeinen Bucheinkauf jeden gewünschten Titel bestellen, sodass der Kunde ihn am nächsten Tag abholen kann. Vollkommen ohne Beratung muss man oft in Kaufhäusern, die eine Buchabteilung haben, auskommen.