Mängelexemplare – nicht zwangsläufig mangelhaft

Mängelexemplare gelten im Buchhandel als Bücher mit leichten Transport- oder Lagerungsschäden. Dazu zählen beispielsweise Kratzer auf dem Buchdeckel, angestoßene Ecken oder ähnliches. Sie sind somit nicht mehr als neuwertig anzusehen. Diese Bücher werden mit einem Aufdruck als Mängelexemplare gekennzeichnet und dürfen günstiger in den Handel gebracht werden.

Mängelexemplare meist in gutem Zustand

In Fachkreisen werden Mängelexemplare heutzutage oft als moderne Antiquariate betitelt. Sie verkaufen sich nicht schlechter als andere Bücher, denn auch wenn Mängelexemplare aufgrund ihrer Schäden nicht mehr an den gesetzlichen Buchpreis gebunden sind, bedeutet das nicht, dass Leser damit automatisch ein qualitativ minderwertiges Buch erwerben. Der Großteil aller Mängelexemplare ist in einem tadellosen Zustand und einwandfrei zu lesen.

Wem es als Leser nur auf den Inhalt des Buches ankommt, den stören ein paar Kratzer auf dem Cover oder sonstige kleine Schäden nicht. Besonders Vielleser sind daher wahre Fans von Mängelexemplaren, denn der Kauf eines solchen Buches ist weitaus günstiger als der eines neuwertigen Hard- oder Softcovers.

Was gilt als Mängelexemplar?

Als Mängelexemplar gelten jedoch längst nicht mehr nur Bücher mit kleinen Fehlern. Auch Restauflagen, Sonderausgaben oder Antiquitäten finden sich immer häufiger in derselben Sparte wieder und können auf diese Weise günstiger verkauft werden. Sehr zur Freude von Sammlern, die regelmäßig die Gelegenheit nutzen, um im Internet nach bestimmten Büchern zu suchen, oder auch in den oftmals vor der Buchhandlung stehenden Angebotstischen zu schmökern. Denn in vielen Fällen sind Mängelexemplare nicht das, was der Name besagt, ganz im Gegenteil.

Warum Bücher gebraucht kaufen?

Sie sind sehr begehrt, oft in tadellosem Zustand und für Vielleser oder Menschen, die Antiquitäten und sonstige Werke suchen, bereits seit vielen Jahren eine wichtige Alternative gegenüber den teureren Neuanschaffungen – gebrauchte Bücher.

Bücher gebraucht kaufen – Keine Marktnische

Bücher gebraucht kaufen ist längst keine Marktnische mehr. Große Auktionshäuser, unzählige Tauschbörsen im Internet oder die altbekannten Trödelmärkte gehören zu den ersten Anlaufstellen, wenn Menschen spezielle Bücher erwerben möchten oder einfach auf der Suche nach neuem Lesestoff sind. Selbst Buchhändler bieten ihren Kunden mittlerweile die verschiedensten Möglichkeiten an, Bücher gebraucht zu kaufen oder auch Bücher zu verkaufen, die sie selbst nicht mehr lesen, aber nicht einfach wegwerfen möchten.

Großes Angebot an gebrauchten Büchern

Der Markt für gebrauchte Bücher ist riesig und er wird gern und viel genutzt. Bücher gebraucht zu kaufen hat einige Vorteile, denn bereits gelesene Bücher sind in den meisten Fällen nicht schlechter als Exemplare frisch aus dem Druck. Sie sehen vielleicht nicht mehr neu aus, aber daran stören sich Kunden nicht, die Bücher gebraucht kaufen. Im Gegenteil. Viele Menschen nutzen die Gelegenheit, um gegenüber einem Neukauf mitunter viel Geld zu sparen.

Aus Neugier Bücher gebraucht kaufen

Sehr oft werden gebrauchte Bücher auch rein aus Neugier erworben, weil ein interessierter Leser eine Empfehlung bekommen hat, während Leser von Antiquitäten auf die Weise Bücher suchen, die im normalen Buchhandel nicht mehr zu bekommen sind. Besonders Sammler alter Bücher schätzen diese Art des Buchkaufs und nehmen sie regelmäßig in Anspruch, denn ob alt oder neu, Bücher sind immer etwas Wunderbares.

Gebrauchte Literatur, einfach alt oder wirklich wertvoll?

Der Stereotyp eines Antiquariats mag für die meisten Leute ein altmodischer Raum sein, der etwas muffig riecht und dessen Bücher verstaubt beziehungsweise vergilbt sind. Diese Impression trägt wahrscheinlich nicht all zu viel zur Begeisterung der Menschen für antike Literatur bei, da die Promotion heutzutage, egal ob für Bücher oder andere Artikel, bunt, futuristisch aber auf jeden Fall modern sein muss. Dies hat zur Folge, dass Bücher, aufgrund des Informationsflusses, der vermehrt und beinahe ausschließlich über das Internet stattfindet, immer seltener gelesen werden, insbesondere gebrauchte Literatur aus Antiquariaten.

Doch wer trotzdem einen Hang zu Büchern hat und viel liest, greift nicht selten auch zu Büchern aus einem Antiquariat, denn eine sauber gebundene Iphigenie auf Tauris von Goethe liest sich doch in einem nostalgisch anmutenden Buch stilechter als in einem flapsigen, digital bedruckten Heftchen.

Gebrauchte Literatur und alte Bücher haben durchaus Ihren Wert

Des Öfteren werden in Antiquariaten auch seltene Exemplare wie zum Beispiel Handschriften oder Autographen angeboten, deren Wert leider keiner mehr kennt. In der Regel jedoch sind dort gebrauchte Bücher für einen Spottpreis erhältlich, was bedauerlicherweise wenige Menschen in Anspruch nehmen. Speziell durch diesen Sachverhalt wurde auch der Begriff „Modernes Antiquariat“ geprägt, welcher einen Verkauf von Mängelexemplaren impliziert, die unter dem aktuellen Marktwert vertrieben werden. Dies ist jedoch auch mit einem kritischen Auge zu betrachten, da auch ein Antiquariat mit zunehmender Modernisierung und Globalisierung unter finanziellen Einbrüchen leidet.