Bücherrestaurierung – wann lohnt das?

Der Begriff Bücherrestaurierung ist seit dem Brand der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar vielen Bundesbürgern ein Begriff. In TV-Sendungen und Zeitungsartikeln war es dem Kulturinteressierten möglich nachzuvollziehen mit welchem Aufwand die brand- und wassergeschädigten Bücher restaurierbar sind.

Wann sich eine womöglich sehr aufwendige und kostenintensive Bücherrestauration lohnt, kann nach drei Kriterien bemessen werden. Einmal nach der kulturhistorischen Bedeutung eines Werks, zum zweiten nach dem Kosten-Nutzen-Faktor als auch nach der emotionalen Bedeutung des beschädigten Buches für den Liebhaber.

Ob sich die Bücherrestaurierung lohnt ist häufig auch eine Frage des emotionalen Bücher-Wertes

Die Restauration eines wertvollen antiken Buches mit kulturhistorischer Bedeutung steht außer Frage. Sie sollte in jedem Fall durchgeführt werden. Bei einem antiken oder wertvollen Buch ohne hohe kulturhistorische Bedeutung sollte der private oder öffentliche Eigentümer eine Kosten-Nutzen Kalkulation durchführen. Der private Liebhaber oder Sammler hat nach Gusto aber sehr wohl Möglichkeit eine Buchrestauration in Anspruch zu nehmen, deren Kosten den Wert des restaurierten Werkes übersteigt. Dabei wird der ideelle Wert des Buches über die Wirtschaftlichkeit gestellt und ist somit die Entscheidung eines Liebhabers. Eine Entscheidung zu Gunsten der Buchrestauration darf auch getroffen werden, wenn das Werk nicht mehr in gutem Zustand zu beschaffen ist.

In jedem Fall sollte die Buchrestauration von ausgebildeten Restauratoren (Buchrestaurator) durchgeführt werden. Eine Beratung durch Fachleute und Restauratoren vorab ist selbstverständlich und kann durchaus hilfreich für eine Entscheidung sein.